Hartes Handwerk und weiches Leder

Umschlossen von den engen, verwinkelten Gassen der Medina von Fès öffnet sich ein Bild jahrhundertealter Tradition: In großen steinernen Bottichen werden Tierhäute gegerbt. Wie seit jeher waten die Gerber hüfttief durch die Becken, kneten die Häute mit bloßen Händen im farbigen Sud – einem Gemisch aus Kalk, Pflanzenextrakten und Taubenmist. Dieser dient traditionsgemäß als natürliche Quelle des Gerbstoffs Ammoniak – und erfüllt den Ort mit dem typischen beißenden Geruch.

Fès | Marokko | 2025